Bremsenproblem

Was geht, was nicht?

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Gaby+Günter
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Bremsenproblem

Beitragvon Gaby+Günter » Sa Mai 22, 2004 10:47 am

Hallo Spideristi,

hoffentlich hattet ihr die Gelegenheit am diesjährigen Spidertreffen teilzunehmen. War bestimmt eine Superfete!
Uns kam leider der Termin quer und damit auch die Möglichkeit, eine brennende Frage los zu werden:

Im letzten Jahr durfte unser Spi den Großglockner kennen und lieben lernen. Im Verbund mit einigen Fahrzeugen aus Zuffenhausen ist er brav den Hügel rauf, aber nicht so glorreich denselben herunter gedüst.
Die Serienbremsen waren im Gegensatz zur Konkurrenz am Ende und granatenmäßiges Fading. Nach der Abkühlphase bremsten sie dann wieder, aber der Biss fehlt einfach. Positiv dabei, der Abrieb an den Vorderrädern hält sich nun in Grenzen (Aua!!!!). Ich habe die verglasten Beläge abgezogen, aber der Biss blieb aus…. Nun ist mir von einem Alpine-Fachwerker gesagt worden, dass die Anlage an sich voll ausreichend wäre, ein Wechsel der Beläge und das Abdrehen der Bremsscheiben würde mein Glück mit dem Gelben wieder vollständig herstellen.

Ich gebe ja zu, dass die Bremssättel mit einem großen Kolben für mich (ich hänge da eher an Brembos mit Multikolben) nicht ganz der Stand der Technik sind. Meine angetraute schwäbische zweidrittel Mehrheit hat aber zum Wechsel auf eine andere Bremsanlage nur die folgenden Argumente:
1. Wer bremst ist feige und hat verloren
2. Der bleibt serienmäßig
3. Das kostet viel zu viel

Hat jemand ähnliche Erfahrungen (nicht mit der Frau)???
Hilft der Wechsel der Bremsbeläge und wenn ja auf welche???
Müssen die Bremsscheiben abgedreht werden???

Grüßle mit Fliegen an den Zähnen aus Stuttgart Bad Cannstatt,

Günter

sascha h-k
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Beitragvon sascha h-k » Sa Mai 22, 2004 11:04 am

hallo g & g,

jährlich bbbbbremsflüssigkeit tauschen, die bremszangen reichen vollkommen aus, auch bei härtester beanspruchung; scheiben tauschen und nicht abdrehen (nur sparmeister).

bremsbeläge nach deiner wahl, z.b ferodo, nimm nicht zu harte, sonst erschrickst du bei kalten bremsen zu sehr... , hinten genügt die serie.

mach' x die bremsflüssigkeit und poste danach..


grüße
sascha

Spideristi
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Beitragvon Spideristi » Mo Mai 24, 2004 9:32 am

Genau. Kann mich Sascha nur anschließen - Serienscheiben, Beläge Original o.w.o.g. und Bremsflüssigkeit regelmäßig wechseln, die Bremsleistung ist über jeden Zweifel erhaben. Wechsle meine Flüssigkeit jährlich, benutze ATE DOT 5 Blue Racing - ist in den Bergen und auf Rennstrecken das Beste. Achtung: DOT 5 und 4 keinesfalls mischen!
Außerdem kann ich Dir einen Austausch Deiner originalen Bremsleitungen gg. Stahlflex-Exemplare aus eigener Erfahrung ebenfalls nur empfehlen - Druckpunkt und Dosierbarkeit wird dadurch präziser;
Markus

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Michael aus Bayreuth
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Beitragvon Michael aus Bayreuth » Di Mai 25, 2004 4:37 pm

Hallo,

insgesamt habe ich den Eindruck, als sei die Brems-Wirkung nicht gerade besonders sportlich. Wenn also die Bremse selbst ausreichend dimensioniert ist, liegt es dann am fehlenden Gewicht auf der Vorderachse oder gar an der verbesserungsfähigen Serienbereifung?

Ciao Michael

Spideristi
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Beitragvon Spideristi » Di Mai 25, 2004 4:57 pm

Hallo Michael!
Die Bremswirkung auf originaler Serienbereifung dürfte mittlerweile wirklich jenseits von Gut und Böse sein. Auf meinem 96´-Spider waren original ab Werk Pneus mit 3 unterschiedlichen Herstellungswochen montiert - und der älteste Reifen war bei Auslieferung bereits von Anfang 95`!!! Wenn Du also immer noch Deine originalen Reifen drauf hast, dann dürften die mittlerweile so steinhart wie Backsteine sein und beim bremsen wirklich nicht mehr allzu viel Grip aufbauen.
Davon abgesehen sollte man die originalen Reifen mittlerweile eh nicht mehr fahren - ich würde meinen Spider nicht wg. ein paar wg. hinausgeschobenem Reifentausch gesparten Euros teuer in die Botanik setzen wollen...

Außerdem macht der korrekte Luftdruck auch noch sehr viel aus. In Kempten habe ich aus diversen Gesprächen mit anderen Spideristis raushören können, daß die meisten eher mit zu hohem Luftdruck unterwegs sind. Bei der originalen Michelin-Pilot-Sport-Serienbereifung mit 205/50 vorne und 225/50 hinten ist der von Renault vorgegebene Luftdruck von 1,6/1,6 bar wirklich am besten!

Mit nur 0,1 vorne weniger wirds sehr schwammig, der Spider schaukelt sich leicht auf. Mit nur 0,1 bis 0,2 zu viel - vor allem hinten - wird der Spider zu hart, er verliert an Haftung und hoppelt bei Querrillen durch die Kurven. Gilt aber wie gesagt nur bei Bereifung in den originalen Formaten vorn und hinten.

Bei mir haben sich folgende Werte als optimal erwiesen:
Vorne: Bridgestone S-03 205/50 auf Cup 7x16 = 1,6 bar
Hinten: Bridgestone S-02 245/45 auf Cup 9x16 = 1,7 bar

Ferner messe ich meinen Luftdruck vor JEDER Fahrt im noch kalten Zustand. Die erste Fahrt führt mich stets auf direktem Weg zur nächsten Tankstelle, da sich wg. der Motorabwärme die Hinterreifen bereits nach wenigen Kilometern erhitzen und dann das Meßergebnis verfälscht würde.
:wink:
Markus

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Michael aus Bayreuth
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Beitragvon Michael aus Bayreuth » Di Mai 25, 2004 5:14 pm

Hallo Markus,

danke für die ausführlichen Infos. In der Tat sind die Reifen schon recht hart - und dadurch auch kaum Abrieb. Hinten ist das ja eher förderlich für mehr Drift (übrigens am Besten bei 1,8 - 2,0 bar) und höheren Spaßfaktor. Aber vielleicht sollte ich in der Tat mal neue ordern. Hast Du auch andere Felgen (insb. für die 245er)?

Ciao Michael

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Beitragvon sascha h-k » Mi Mai 26, 2004 9:54 am

hallo markus,

gib' dir gas rein....


grüße
sascha

Spideristi
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Beitragvon Spideristi » Mi Mai 26, 2004 10:08 am

Michael aus Bayreuth hat geschriebenColon...hast Du auch andere Felgen (insb. für die 245er)?...


@Michael:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil... :wink: :lol: :wink:
Wie oben geschrieben: SpiderCupFelgen rundum, vorne 7x16, hinten 9x16 für die 245ér... 8)

@Sascha:
Auch mit nicht-diffundierender Gasbefüllung ändert sich doch der Kaltluftdruck je nach Außentemperatur trotzdem wieder, oder?
Markus

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Beitragvon sascha h-k » Mi Mai 26, 2004 10:36 am

...natürlich, nur mußt du nix kontrollieren !

und leiser im abrollen, ausserdem...


gruß, sascha

Gaby+Günter
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Beitragvon Gaby+Günter » Mi Mai 26, 2004 8:20 pm

Hi
Spideristi,

Bremsflüssigkeit ist mir klar, wechsel ich regelmäßig bei allen Fahrzeugen.
Reifen fahre grundsätzlich nie länger als fünf Jahre.
Die Stahlflex werde ich noch testen, ich habe durchaus bei meinem Tiger damit gute Erfahrungen gemacht.

Eigendlich war es für mich einfach frustig, hinter den Porsches den Berg rauf voll mithalten zu können, aber runter wegen Fading plötzlich abgehängt zu werden.
Nachdem ich dann festgestellt hatte, dass pro Sattel nur ein!!! Kolben eingebaut ist, kam mir das dann doch etwas mau vor.... (Unser Porsche hat deren 4! pro Sattel)

Ich probiere es jetzt noch mit neuen Belägen und gebe euch Bescheid.

Rolf S.
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Beitragvon Rolf S. » Do Mai 27, 2004 5:40 pm

Hallo,
also es ist schon klar , dass die Bremssättel vom Spider nicht die neusten sind(mit einem Kolben).Aber dieser Sattel war beim Alpine A 610 motiert und der hatte 250 Turbo PS bei 1430 KG Leergewicht ! In den Testberichten(A610) wurde diese Anlage damals als "sehr wirkungsvoll und äusserst ausdauernd" beschrieben ! Somit genügt die selbe Anlage(A610 mit, Spider ohne Servo) beim Spider sowieso, der ja noch gut 500 KG :o leichter ist !
Übrigens braucht es auch kein Porsche mehr für 4 Kolben :wink: .Der neue Renault sport Megane hat orig. schon ein 4 Kolben-Brembo Sattel montiert.(Bremsweg laut AZ Nr.12 :aus 100Km/h =35.8 M)

Gruss Rolf S. :wink:

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Beitragvon Gaby+Günter » So Jun 06, 2004 10:00 am

Hallo alle zusammen,

habe jetzt neue Bremsbeläge von Textar eingebaut. Jetzt bremst unser Spi wieder!!!
Um eines klar zu stellen, ich wollte mit der Verwunderung über die Einkolben-Zange keinesfalls die tchnische Kompetenz anzweifeln. Manchmal sind es ja auch die einfchen Dinge... Aber es kam mir schon seltsam vor, dass an den alten Fahrzeugen, an denen ich hin und wieder schraube, mindestens Zweikolben-Sättel verbaut sind... Und die sind immerhin schon fast 40 Jahre alt. Der Porsche mit vier Kolben übrigens auch schon deren 28...
Aber anscheinend hat ja die Bremsleistung bei allen Spideristi bisher voll ausgereicht. Bleibt nur die Frage offen, warum unsere original Beläge nach der ersten extremen Beanspruchung dermaßen perdu gingen.

Vielen Dank für Eure Tipps, hoffentlich halten die jetzigen Beläge, schließlich haben wir für dieses Jahr noch einiges vor


Grüßle
Günter

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Beitragvon Spideristi » Mo Jun 07, 2004 8:57 am

Hallo Günter!
Könntest Du zur Info aller bitte die exakten Teilenrn. Deiner neuen Textar-Bremsbeläge für vorne und hinten sowie den Preis, welchen Du dafür bezahlt hast, hier posten? Interessiert sicher einige...
Wie bremsen die Beläge kalt / warm, trocken / nass?
Danke!
Markus

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Beitragvon Gaby+Günter » Fr Jun 11, 2004 9:01 am

Hallo Markus,

habe die Beläge erst montiert und bin dabei sie einzubremsen. Aber schon während dieser Prozedur sind sie jedenfalls besser als die "ausgelutschten" alten. Ich kann also noch nichts abschließend - vor allem bei Nässe - sagen. Hoffentlich brauche ich das Nässeverhalten nie testen....

Ich habe mich an die Lucas-Nummer ganz hinten im Forum gehalten und diese umgeschlüsselt:
Textar 21388 183 25 T 424 / Kosten ca. 34 € beim Großhändler

Hinten habe ich nach wie vor die originalen montiert.

Grüßle
Günter


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